Brucella (B.) canis ist der Erreger der Hundebrucellose. Seitdem er 1966 zum ersten Mal in den USA in Zusammenhang mit Aborten und Reproduktionsstörungen in einer Beagle-Haltung isoliert wurde, wird er nun weltweit nachgewiesen.
Verbreitung
In Europa ist B. canis vor allem in Südosteuropa (Rumänien, Ungarn, Moldawien, Mazedonien) endemisch. Aus zahlreichen anderen europäischen Ländern stammen ebenfalls positive Nachweise, sowohl über Erregernachweise mittels PCR (Spanien, Italien und Frankreich) als auch über erhöhte Antikörpertiter (u. a. Schweden, Belgien, Schweiz, Österreich und Deutschland). Da es leider weder einheitliche Studien zur Erregerprävalenz noch staatliche Überwachungsprogramme und aus vielen Ländern der Welt keine Publikationen zum Vorkommen von B. canis gibt, sind Daten zur Verbreitung des Erregers lückenhaft. Die Prävalenz von B. canis ist höher in Ländern mit einer großen Population an streunenden Hunden, die sich dort weitgehend unkontrolliert fortpflanzen können. Auch in Hundezuchten mit schlechter veterinärmedizinischer Überwachung besteht ein erhöhtes Risiko für eine Infektion.
aus Laboklin Aktuell Ausgabe 11/2022
Canine brucellose ein Globalisierungsproblem?
Da wir eine tierliebende Nation sind, holen wir uns auch Hunde aus Ungarn und Rumänien ins Land. Meist wurden die Tiere auf Leishmaniose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Babesiose getestet, eventuell auf Mikrofilarien, aber eine Erkrankung, die leider auch auf den Menschen übertragbar ist, wird nicht getestet: die canine Brucelliose.
von Mima Hohmann aus Deutsches Tierärzteblatt 8/2012
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