Beschreibung der Rasse / Geschichte

Die Geschichte des Border Terriers beginnt vor rund 200 Jahren im Grenzgebiet (=borders) zwischen England und Schottland, als einheimische Jäger auf der Suche nach ausdauernden und zähen Hunden waren. Sie sollten nicht nur läuferisch mit ihren Pferden mithalten, sondern in für Mensch und Pferd unerreichbare Erdlöcher und enge Felsen vordringen können, um Füchse und Otter aufzuspüren. 1920 wurde der arbeitseifrige Hund als Rasse anerkannt; die genaue Herkunft des Border Terriers ist aber bis heute unklar.

Border Terrier sind sehr freundliche und aufgeweckte Hunde, die sich auch in eine Familie mit Kindern gut einfügen. Wie alle Terrier fordern sie von ihrem Menschen Konsequenz und Durchsetzungsvermögen, sind aufgrund ihrer Intelligenz aber recht gut zu erziehen. Der Border Terrier ist ziemlich temperamentvoll und besitzt einen unheimlichen Bewegungsdrang – daher sind ausgedehnte Spaziergänge ein Muss. Sein Jagdtrieb kann da schon mal mit ihm durchgehen, daher sollte Herrchen oder Frauchen immer auf der Hut sein. Zuhause zeigt sich der quirlige Hund trotzdem ruhig und sehr Menschen bezogen.

Prägendes Merkmal des Border Terriers ist sein Kopf, der dem eines Otters ähnlich sehen soll. Der Hund steht tief, schmal und lang auf nicht zu derben Beinen. Seine Rippen sollen nicht zu sehr aufgewölbt sein, sodass zwei Männerhände den Hund umfassen können. Dunkle Nase, dunkle Augen, V-förmige anliegende Kippohren zusammen mit nicht zu wenig Bart und einem stets wachen, aufmerksamen Ausdruck machen das Otter-Gesicht des Border Terriers unverwechselbar.

Er ist ein kleiner, ca. 32 – 37 cm grosser und bis zu 8 kg schwerer Geselle. Der Border hat dichtes, harsches Haar, das nicht strubbelig sein soll, sondern anliegend. Für den Hausgebrauch ist die Pflege des Border Terriers sehr einfach: ab und zu kämmen und regelmässiges Trimmen ist ausreichend. Seine Farben sind red (rot), weizenfarben, grizzle and tan (meliert und lohfaben), blue and tan (blauer Sattel, lohfarbene Gliedmassen). Er ist als Ausstellungshund nie so populär geworden wie andere Terrier und deshalb seiner ursprünglichen Gestalt und Funktion treu geblieben. Sein derbes Fell schützt ihn vor Wind und Wetter, seine langen Läufe und seine Ausdauer befähigen ihn auch zu den anstrengendsten Aktivitäten. Für uns der ideale Partner im Alltag und Hundesport!

Der Border Terrier ist kein Hund für Zwingerhaltung und stundenlanges Alleinbleiben. Aktiv, bewegungsfreudig und einfallsreich sollten seine Menschen sein. Also – runter vom Sofa und raus in die Wälder.

Quelle Grundtext: special for groomer Nr.18, Dez. 2016

Die Beschreibung zum Border Terrier gemäss FCI- Standard Nr. 10 findest du hier

Die Farben des Border Terriers

Aus dem Buch ‚Border Terrier heute‘ von Anne Roslin-Williams, Verlag Kynos,                                                    Erstauflage 1997 Ringpress Books Ltd., Lydney Gloucestershire, Deutsche Erstauflage 1998

Weizenfarbig / Weathen

Reinfarbig, manchmal mit schwarzblauem Fang, blauen Ohren und einem blauen Ring am Schwanz. Diese Farbe ist in der Rasse kaum mehr zu finden.

Rot / Red

Rein rote Haare ohne schwarze Spitzen. Mit Ausnahme eines eventuellen Rings um die Rute. In der Jugend oft eine schwarze Maske.

Dunkelrot wird oft schon im frühen Alter weiss.

Grizzle and Tan

Rot in allen Schattierungen mit schwarzen Spitzen gerändert. Von Hellrotgrizzle bis nahezu Blue and Tan. Können teilweise wie der Blue and Tan auch blaue Haut haben.

Blue and Tan

Das Blau besteht aus einer Mischung schwarz-silberner und silberner Haare mit schwarzen Spitzen, gegeneinander liegend. Daraus entsteht der blaue Eindruck.

Es soll kein Schwarz sein mit spärlicher Durchmischung von silbernen Haaren. Black and Tan ist unkorrekt, diese Hunde haben auch selten Unterwolle.

Die Lohfarbe von Blue and Tan ist Hellstrohfarben. Sattes rot ist unkorrekt. Oft geht es einher mit zu viel schwarz auf Rücken und Körper.

Blue an Tan hat eine blaue Unterwolle und blaue Haut.

Weisse Abzeichen

Ein kleiner weisser Brustfleck wird nicht als Fehler gesehen. Weisse Zehenspitzen sind nicht erlaubt.

Oft ist es schwierig, einen Hund einer genauen Farbkategorie zuzuordnen. Das gleiche Tier kann je nach Alter und Wachstumsphase des Fells innerhalb eines Jahres in der Farbe variieren. 


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